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Newcastle (18.02.- 21.02.2019)

GEORGE

Am nächsten Morgen ging es dann natürlich zu Fuß zu unserem Auto zurück, vorausgesetzt, dass es noch an besagtem Parkplatz stehen würde.

Wir hatten Glück und fanden es ohne Strafzettel wieder.

Unser weiterer Plan war, in die Blue Mountains zu fahren und etwas wandern zu gehen..

Bei genauso heißem Wetter wie den Tag davor, ging es Richtung Berge...

Leider hatte der Motor unseres Wagens unsere Wünsche nicht erhört und wurde nach 30 Minuten Fahrt schon wieder heiß, sodass wir wieder eine Zwangspause einlegen mussten. Sofort kamen auch hilfsbereite Menschen, die ihre Hilfe anboten. Langsam wurde uns bewusst, dass wir um die Werkstatt nicht herum kommen würden. Da in Sydney keiner mehr Zeit hatte und uns das Risiko zu groß war, in die Berge zu fahren, entschieden wir uns, direkt nach Newcastle zu fahren. Man muss halt auch spontan sein.

Auf dem Weg mussten wir noch mehrfach anhalten und den Motor abkühlen lassen...

Somit erreichten wir erst gegen Abend die Stadt und wollten auf einem Parkplatz übernachten.

Die Schilder, dass man hier nachts nicht stehen dürfe, ignorierten wir einfach.

Irgendwie kam Elaine dann mit einem Angler ins Gespräch, der sich unseren Motor unbedingt mal anschauen wollte, aber natürlich auch nichts fand...

Er meinte dann noch, dass wir hier nachts nicht stehen sollten, da dort öfter Jugendliche randalieren würden...

Ebenfalls bot er uns an, dass wir ja auf seinem Gelände parken könnten..

Schnell kamen uns Gedanken, ob er evtl. ein Serienmörder sein könnte und entschieden, dass wir nochmal nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten wollen. Leider gab es keine und Dunkel wurde es dann auch. Durch Zufall trafen wir diesen netten Angler dann wieder und entschieden sein Angebot anzunehmen.

Wir fuhren ihm dann hinterher und da kam uns auch erst der Gedanke, dass wir gar nicht gefragt hatten, wo er wohne. Das war dann doch 15 Km entfernt, aber wir konnten sicher auf seinem Gelände stehen und er versprach uns, am nächsten Morgen mit uns in die Werkstatt zu kommen,weil Frauen da ja wohl immer verarscht werden würden...

Vorher sendeten wir allen möglichen Leuten noch unseren Standort und das Kennzeichen seines Autos. Sicherheit geht vor, haha und unsere Naivität war wie immer sehr hoch..

George erwies sich aber als wirklich nett und am nächsten Morgen wurden wir davon wach, dass er unser Auto putzte und das kaputte Rücklicht austauschte, welches die Polizei verwarnt hatte. Sein Neffe, der mit in seinem Haus wohnte, besorgte direkt die Lampen.

Leider hatte die Werkstatt erst für den nächsten Tag Zeit, sodass wir dann den Tag am Strand verbrachten, einen See besuchten und anschließend bei Regen an der Nordsee spazieren gingen. Ach sorry, wir sind ja doch in Australien. Mit Pizza, Getränken und Süßigkeiten ausgestattet, besuchten wir George und blieben noch eine Nacht. Die Gastfreundschaft der Australier scheint wirklich sehr groß zu sein und es wirkt sehr echt.

George versuchte auch den ganzen Abend, ein Possum für uns zu finden, nur leider ließ sich bei Regen keins blicken.

 

Nachdem wir am nächsten Tag unser Auto in der Werkstatt abgegeben hatten, wollte uns George und sein Neffe Phil, unbedingt einen Känguruhotspot zeigen, aber leider stellte sich heraus, dass das Gelände nicht mehr zugänglich ist. Tja, langsam scheint es so, als hätten wir mit den Tieren auf unserer Reise nicht so viel Glück....

Gegen Mittag war das Auto fertig, aber es wurde kein Problem gefunden oder wir verstanden es einfach nicht, obwohl das Englisch schon viel besser geworden ist. George überprüfte dann noch unseren Reifendruck, schenkte uns Gasflaschen für den Kocher und verabschiedete uns, in der Hoffnung, dass wir vielleicht doch noch länger bleiben würden...

Wir spazierten dann noch etwas durch die Stadt von Newcastle und übernachteten dann auf dem Parkplatz des Sees. Man kann auf jeden Fall schlechter leben....

 

 

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